Anton-Saefkow-Platz bleibt – Fuck Waldemar Pabst!

Angesichts der Nazi-Provokation in Berlin-Lichtenberg im Vorfeld des Gedenkens an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am 13. Januar 2008 ruft die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend am 12. Januar um 14.30 Uhr zu einer antifaschistischen Protestkundgebung am U- und S-Bahnhof Lichtenberg auf. Die Bundesgeschäftsführung der SDAJ erklärt dazu: …

Nazifreie Zone Berlin!
Anton-Saefkow-Platz bleibt – Fuck Waldemar Pabst!

Seit Jahren versuchen Neonazis wie die NPD und sog. „Freie Kameradschaften“, sich in Lichtenberg und speziell im Weitlingkiez festzusetzen. Ein Dorn im Auge der Neonazis ist dabei neben den erfolgreichen antifaschitischen Protesten das alljährlich stattfindene Gedenken an die beiden Revolutionäre und Mitgründer der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) Rosa Luxemenburg und Karl Liebknecht auf dem Friedhof der Sozialisten. Um dieses Gedenken zu verunglimpfen, hat die NPD in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Lichtenberg beantragt, den Anton-Saefkow-Platz nach in Waldemar-Pabst-Platz umzubenennen.
Mit diesem abgelehnten Antrag sollte ein Platz ausgerechnet nach dem reaktionären Freikorpsoldaten und Mörder Luxemburgs und Liebknechts benannt werden. Zugleich sollte ein Straßenname in Lichtenberg gestrichen werden, der an einen bedeutenden antifaschistischen Widerstandskämpfer erinnert: Anton Saefkow.

Kriegstreiber: NPD, Pabst & Co.
Mit dieser erneuten Provokation, die sich einreiht in Übergriffe gegen Migrannten und Antifaschisten im Lichtenberg, machen die Neonazis nicht nur deutlich, dass Mord und Terror feste Bestandteile ihrer Politik sind. Sie unterstreichen mit der Ehrung Pabsts gleichzeitig, dass sie auch in Zukunft bereit sind, uns in neue Kriege zu treiben und gegen jeden mit allen Mitteln vorzugehen, der sich gegen deutsche Kriegspolitik stellt.
Nicht zuletzt entlarven die Neonazis mit dieser angestrebten Straßenumbenennung ihre Propaganda, im „Interesse des deutschen Volkes“ zu handeln, als Lügen. Denn während es Menschen wie Luxemburg, Liebknecht und Saefkow zu verdanken ist, die Kriegsabenteuer deutscher Militärs und Rüstungskonzerne durchkreuzt zu haben, tragen Freikorpsoldaten wie Pabst die Verantwortung dafür, dass hundertausende Menschen – auch Deutsche – für die Profitinteressen deutscher Kapitalverbände auf den Schlachtfeldern verreckten. Pabst steht dabei fast wie kein anderer für eine unheilvolle Tradition in Deutschland: Als Mörder Karl und Rosas, als Spion im Auftrag Nazi-Deutschlands, als Waffenschieber für deutsche Rüstungsschmieden und Mitglied der NPD.

Die Toten mahnen uns …
Gerade in Lichtenberg, wo Neonazis versuchen, mit ihrer menschenverachtenden Politik Fuß zu fassen, braucht es einen Anton-Saefkow-Platz. Anton Saefkow steht wie andere Kommunisten dafür, dass Widerstand gegen die Nazis möglich war. Mit seiner Agitation gegen den Krieg und den Aufrufen zu Sabotageakten 1944 in Berliner Rüstungsbetrieben, leisteten er und seine Kampfgefährten einen Beitrag dazu, den Vernichtungskrieg der faschistischen Wehrmacht zu stoppen und den Frieden für ganz Europa zu erkämpfen. Für seinen Kampf wurde Anton Saefkow im Juli 1994 von den Nazis ermordet. Sein Tod, der Tod Luxemburgs und Liebknechts mahnen uns: Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus!

Nazistrukturen bekämpfen, verbieten, zerschlagen – NPD-Verbot jetzt!

Kommt zur Luxemburg-Liebknecht-Demo!
So, 13. Januar 2007, 10.00 Uhr
U-Frankfurter Tor

Achtung: Eine geplante Kundgebung der Nazis gegen die LL-Demo ist von der Polizei untersagt worden. Trotzdem ist mit Provokationen der Nazis am Rande der Demonstration zu rechnen. Zeigt den Nazis durch Eure Beteiligung an der LL-Demo, dass für sie kein Platz in Berlin ist!

Kommt zur Luxemburg-Liebknecht-Ehrung nach Berlin!

Erklärung des Bündnisses zur Vorbereitung der Demonstration im Rahmen der Luxemburg-Liebknecht-Ehrung am 13. Januar 2008

Für den 13. Januar 2008 planen die Nazis eine unerhörte Provokation. Sie wollen der traditionsreichen Ehrung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts mit einem, deren Mörder glorifizierenden Fascho-Aufmarsch begegnen. Dieser soll durch den Weitlingkiez führen und unter dem Motto „Gegen das Vergessen – Freikorps, Soldaten für Deutschland“ stehen. Aus den Freikorps, die dem SPD-Minister Gustav Noske unterstanden, kamen die Mörder Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts. Waldemar Pabst befahl ihre Ermordung. Im Dezember 2007 beantragte die NPD-Fraktion im Lichtenberger Bezirksparlament, den
Anton-Saefkow-Platz in Waldemar-Pabst-Platz umzubenennen. Waldemar Pabst, im ersten Weltkrieg Generalstabsoffizier der Garde-Kavallerie-Schützen-Division habe, so „begründeten“ die Nazis, zur Niederschlagung des Spartakusaufstandes in Berlin beigetragen. Durch seinen mutigen Einsatz habe er die verbrecherische Politik von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg und ihrer linken Gesinnungsgenossen verhindert. Dem deutschen Volk sei dadurch viel Leid erspart worden.

Wir haben es mit einem Konzept der Nazis zu tun. Ob bereits die am 14.
Januar 2007 auf die Luxemburg-Liebknecht-Demonstration in Höhe des S- und U-Bahnhofs Frankfurter Allee verübte gefährliche Provokation dazu gehörte, wissen wir nicht. Klar ist jedoch, dass die Nazis nunmehr die offene Konfrontation mit den Linken suchen; nicht mehr mit einzelnen Gruppierungen, sondern mit dem gesamten linken Spektrum in diesem Land. Die Luxemburg-Liebknecht-Ehrung – unsere Demonstration eingeschlossen – ist die bedeutendste linke Manifestation in Deutschland mit internationaler Beteiligung. Sich gegen diese Ehrung zu stellen heißt, den Linken demonstrativ den Kampf anzusagen. Diese Kampfansage basiert auf einem besonders militanten, Mord offen rechtfertigenden Antikommunismus. In ihrem Antikommunismus allerdings wissen die Nazis sich eins mit dem Zeitgeist. Wie ein Polizeisprecher auf Anfrage bestätigte, erwarten die Anmelder etwa 300 Teilnehmer an dem Fascho-Aufmarsch. Nicht viel, mag mancher denken. Doch auf die Anzahl kommt es hier gar nicht so sehr an. Es ist die unglaubliche Dreistigkeit, mit der sie aus dem noch fruchtbaren Schoß gekrochen kommen.
Es ist der die Linken verabscheuende, von Bertelsmann und Co. gesponserte Zeitgeist, es ist der seit der Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts wuchernde Antikommunismus, der sie immer dreister werden läßt.
Solange die Formel „Rot gleich Braun“ Mainstream ist, werden die nicht
gestoppt – zumal die sozialen Probleme ihrer unheilbringenden, rassistischen Demagogie stetig neue Anknüpfungspunkte liefern.

Der Fascho-Aufmarsch gehört verboten. Doch ob er verboten wird oder ob es den Nazis, wie so oft, gestattet wird, ihr schmutziges Geschäft in aller Öffentlichkeit zu betreiben: Selten zuvor war die Mobilisierung zur Ehrung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht von solch politischem Gewicht. Kommt am 13. Januar 2008 nach Berlin! Kommt in die Gedenkstätte der Sozialisten nach Friedrichsfelde! Kommt um 10.00 Uhr zum Frankfurter Tor und beteiligt Euch an der im Rahmen der Ehrung stattfindenden Demonstration! Kommt am 15. Januar 2008 zur Kranzniederlegung am Landwehrkanal! Lassen wir uns von den Nazis nicht einschüchtern.



Kategorien

Buttons

  • blogsport.de
  • Einloggen